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Ausschreibungssnapshot
Skalierbare KI-Lösung zur automatisierten Metadatenanreicherung technischer Unterlagen des Baubestandswerks (MetaBBW)
Gegenstand der Ausschreibung ist die Konzeption, (Weiter-) Entwicklung und Bereitstellung einer KI-gestützten Verarbeitungslösung zur automatisierten Verarbeitung und Metadatenanreicherung von technischen Unterlagen (im Folgenden: KI-Pipeline) der WSV des Bundes sowie die Umsetzung der technischen Erschließung von tec…
Einordnung
Was hier tatsaechlich beschafft wird
Gegenstand der Ausschreibung ist die Konzeption, (Weiter-) Entwicklung und Bereitstellung einer KI-gestützten Verarbeitungslösung zur automatisierten Verarbeitung und Metadatenanreicherung von technischen Unterlagen (im Folgenden: KI-Pipeline) der WSV des Bundes sowie die Umsetzung der technischen Erschließung von technischen Unterlagen (TUs) Die Wasserstraßen-und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) verfügt über einen umfangreichen Bestand technischer Unterlagen (TU), der bisher größtenteils unstrukturiert vorliegt und nur eingeschränkt in der Organisation nutzbar ist. Die TUs sind grundsätzlich in einem Dokumentenmanagementsystem DVtU (Digitale Verwaltung technischer Unterlagen) zu führen und dort mit Metadaten zu versehen. Die manuelle Metadatenvergabe führt jedoch dazu, dass bereits überführte Bestände häufig unvollständige oder inkonsistente Metadaten aufweisen, was die Auffindbarkeit erheblich einschränkt. Ein erheblicher Teil der Unterlagen ist bislang noch nicht in das System überführt worden, da die manuelle Erfassung mit hohem Aufwand verbunden ist. Die TU sind zudem inhaltlich und strukturell stark heterogen und umfassen unterschiedliche Bauwerksarten (z. B. Schleusen, Wehre, Brücken, Kanäle), Dokumenttypen (z. B. Konstruktionspläne, Gutachten), Formate (PDF, DGN, TIFF), Layouts (z. B. Tabellen, Fließtexte, gescannte Pläne), Umfänge (z. B. Anzahl der Seiten und Dateigröße) sowie unterschiedliche Qualitätsstufen der Digitalisierung. Diese Heterogenität erschwert eine einheitliche strukturierte Verarbeitung und Erschließung (d. h. Metadatenanreicherung) sowie die Auffindbarkeit der Dokumente erheblich und stellt eine wesentliche fachliche und organisatorische Herausforderung dar. In Verbindung mit dem überwiegend manuellen Metadatenprozess führt dies zu hohen operativen Aufwänden, Kapazitätsengpässen und einer eingeschränkten Wiederverwendbarkeit der Informationen. Vor diesem Hintergrund möchte der Auftraggeber in diesem Vergabeverfahren die Konzeption, (Weiter-)Entwicklung und Bereitstellung einer KI-gestützten Lösung zur automatisierten Metadatenanreicherung ausschreiben. Gegenstand der Ausschreibung: Beschreibung: Gegenstand der Ausschreibung ist die Konzeption, (Weiter-) Entwicklung und Bereitstellung einer KI-gestützten Verarbeitungslösung zur automatisierten Verarbeitung und Metadatenanreicherung von technischen Unterlagen (im Folgenden: KI-Pipeline) der WSV des Bundes sowie die Umsetzung der technischen Erschließung von technischen Unterlagen (TUs). Der Auftragnehmer konzipiert eine technische Lösung/KI-Pipeline zur KI-gestützten Verarbeitung einschließlich der erforderlichen Infrastruktur und muss für diese im Anschluss Bereitstellungs-, Betriebs-, Support-, und Wartungsleistungen sowie bei Bedarf Weiterentwicklungsleistungen erbringen. Die KI-Pipeline umfasst eine webbasierte Benutzeroberfläche für Endanwender. Über diese Benutzeroberfläche müssen dieErschließung der TUs sowie die Einsicht, Prüfung, Korrektur und Freigabe der erzeugten Ergebnisse und Metadaten möglich sein. Die KI-Pipeline muss für große Datenmengen skalierbar sein. Ein Teil der TUs ist bereits mit Metadaten versehen und in das Dokumentmanagementsystem der WSV (Digitale Verwaltung technischer Unterlagen, kurz DVtU) integriert, weist allerdings eine unzureichende oder fehlerhafte Metadatenqualität auf. Ein anderer Teil der TUs ist noch nicht im DVtU integriert und noch nicht mit Metadaten versehen. Deshalb muss die KI-Pipeline die folgenden zwei Anwendungsfälle unterstützen: a. Erschließung neuer TUs - Automatisierte Metadatenanreicherung (höhere Priorität) -mindestens 200.000, maximal 1.200.000 TUs (Leistungsteil A) Für TUs, die noch nicht in der DVtU vorhanden sind, müssen automatisiert Metadaten erzeugt werden. Die KlPipeline muss dabei insbesondere: - die Unterlagen automatisiert verarbeiten und mit Metadaten anreichern, - definierte Metadaten extrahieren und die Ergebnisse strukturiert ausgeben Forsetzung unter Ziffer 5.1.
Mehrwertsignale
Einordnung
Lots
Lose und operative Teilleistungen
- sowie die Unterlagen und zugehörigen Metadaten in die DVtU überführen. Für diesen Anwendungsbereich ist ein "Human-in-the-Loop"-Ansatz verpflichtend vorzusehen, sodass erzeugte Metadaten und Verarbeitungsergebnisse vor der Übernahme geprüft, korrigiert und freigegeben werden können. b. Optimierung bestehender Metadaten - mindestens 20.000, maximal 1.000.000 TUs (Leistungsteil B) Für TUs, die bereits in der DVtU vorhanden sind, jedoch eine unzureichende oder fehlerhafte Metadatenqualität aufweisen, muss die KI-Pipeline eine Optimierung der vorhandenen Metadaten unterstützen. Dies umfasst insbesondere die Erkennung unvollständiger oder inkonsistenter Metadaten, die Durchführung fachlicher Plausibilitätsprüfungen, die Harmonisierung von Schreibweisen, die Erkennung potenzieller Dubletten sowie die Generierung fachlicher Korrekturvorschläge. Hierzu müssen bestehende TUs einschließlich vorhandener Metadaten aus der DVtU exportiert, analysiert und durch die KI-Pipeline verarbeitet werden können. Die geänderten bzw. optimierten Metadaten müssen durch fachkundige Personen auf Seiten des Auftraggebers überprüft, korrigiert und freigegeben werden können. Auch in diesem Anwendungsbereich ist ein "Human-in-the-Loop"-Ansatz verpflichtend vorzusehen. Das Projekt wird agil und in mehreren Stufen durchgeführt. Der Auftraggeber beauftragt den Auftragnehmer mit Zuschlag verbindlich mit folgenden Leistungen: - Konzeption, Entwicklung und Bereitstellung einer betriebsfähigen Grundlösung der Verarbeitungslösung/KI-Pipeline für die neu zu erschließenden Metadaten (Leistungsteil A) innerhalb der ersten sechs Monate nach Zuschlag. Die Grundlösung muss den Human-in-the-Loop-Ansatz beinhalten, die Qualitätskriterien nach sechs Monaten aus Tabelle 1 der Leistungsbeschreibung beinhalten, und in der Lage sein die TUs zu verarbeiten und die Metadaten und die TUs in die DVtU zu überführen, - Bereitstellung, Betrieb, Wartung und Support für die Grundlösung der Verarbeitungslösung/KI-Pipeline für ein Jahr (ab Monat sieben nach Zuschlag), - Umsetzung der Erschließung von 200.000 TUs (ab Monat sieben nach Zuschlag), - Weiterentwicklungsleistungen für die technische Verarbeitungslösung/KI-Pipeline in Höhe von 100 Personentagen (ab Monat sieben nach Zuschlag). Die folgenden Leistungen sind als optionale (Teil-)Leistungen ausgestaltet, die der Auftraggeber nach Zuschlag nach Maßgabe der vertraglichen Regelungen abrufen darf: - Zusätzliche Weiterentwicklungsleistungen für die technische Verarbeitungslösung /KlPipelineinHöhe von 250 Personentagen, - Umsetzung der Erschließung von weiteren 2.000.000 TUs, - Weitere Bereitstellung, Betrieb, Wartung und Support für technische Verarbeitungslösung/KI-Pipeline ab Monat 19 nach Zuschlag (insgesamt 30 Mal um jeweils einen weiteren Monat verlängerbar). Der Auftragnehmer muss die optionalen Leistungen - optional und nach Zwischenentscheidungen des Auftraggebers über die tatsächliche Ausführung -erbringen. Der Auftraggeber darf die optionalen Leistungen einzeln oder als Gesamtpaket beauftragen. Einzelheiten ergeben sich aus dem Vertrag und der Leistungsbeschreibung. Im Rahmen eines vorherigen Projektes hat der Auftraggeber eine KI-gestützte Software eines externen Unternehmens getestet und genutzt. Die Ergebnisse dieses Vorprojektes sind für den Auftragnehmer für die von ihm zu erbringende Leistung nutzbar. Der Auftraggeber hat mit der Bereitstellung der Vergabe- und Vertragsunterlagen (insbesondere durch die Vorberichte, Anlagen zur Leistungsbeschreibung) alle Maßnahmen ergriffen, die erforderlich und angemessen sind, um einen Informations- und Wissensvorsprung dieses Unternehmens aus dem vorherigen Projekt zu vermeiden. Insbesondere hat er den Bietern - soweit zulässig -die wesentlichen Arbeitsergebnisse anonymisiert zur Verfügung gestellt, um einen Informations- und Wissensvorsprung des Unternehmens zu vermeiden. Das Unternehmen war nicht in die Konzeption und Abläufe dieses Vergabeverfahrens eingebunden.
Historie